Wenn Geschenke zum Energieräuber werden

Hast du dir schon einmal überlegt, was Geschenke mit dir machen? In erster Linie sollen sie dich glücklich machen. Wer schenkt, möchte dem anderen zeigen, dass er ihn liebt oder sehr schätzt. Ein Geschenk soll auch ein Dankeschön sein, Freude bereiten. Doch ist es wirklich und immer so?

Mich bewegt das Thema seit einigen Jahren, weil ich beobachte, dass viele Menschen nur noch schenken, weil es üblich ist, weil es schon immer so gemacht wurde. Und oft ist ein Geschenk nur noch gut gemeint, aber nicht wirklich gut durchdacht.

Für mich gibt es drei Geschenkkategorien:

  1. Geschenke, die einen großen oder langgehegten Wunsch erfüllen.
  2. Geschenke, bei denen sich der Schenkende einige Gedanken darüber gemacht hat, was dem Beschenkten gefallen könnte, was wirklich zu ihm passt und was ein Lächeln zaubern wird.
  3. Geschenke, die gut gemeint sind.

Heute soll es um die letztere Kategorie gehen. Und diese erlebe ich selber nur allzu oft. Ich habe mich auf der einen Seite auch dabei erwischt, dass ich aus Mangel an Zeit schnell noch etwas im Dekoladen geholt habe. Auf der anderen Seite bin ich auf die Frage nach einem Geschenktipp zunehmend ratlos. Dann will der Schenkende einen  Wunsch erfüllen, bekommt aber zu hören: Ich weiß nichts, ich habe alles, ich brauche nichts. Auch dann bekommen wir gut gemeinte Geschenke – eine Vase, die nicht zum Einrichtungsstil passt, Schnickschnack, der Staub fängt, Parfüm, dessen Duft dir nicht gefällt, Musik, die du nicht magst, Weine, den du nicht trinkst, Krimis, die du gar nicht liest.

Diese gut gemeinten Geschenke haben einen kleinen Schönheitsfehler: Wir brauchen sie meist nicht und wir lieben sie nicht. Sie machen uns nicht glücklich. Ich habe dann immer das Gefühl, ich müsste sie aufheben, weil sie Geld gekostet haben. Und vielleicht erwartet der Schenkende, sie irgendwann bei mir wieder zu sehen.

Aber ganz ehrlich: Gut gemeinte Geschenke sind ENERGIERÄUBER!

Dem Schenkenden rauben sie Energie, weil er unsicher ist, weil er Geld für Notlösungen ausgibt. Und dem Beschenkten rauben sie Energie, weil sie Raum in der Wohnung einnehmen, die Räume unnötig füllen, Staubsammler sind und uns daran erinnern, dass uns das Geschenk gar nicht gefällt. Jedes Stück zusätzlicher Besitz stellt unseren Wohnraum weiter zu. Und wenn du nicht konsequent alte Dinge entsorgt, sobald du ein Geschenk bekommst, dann ergreifen die neuen Dinge schnell  Besitz von deiner Wohnung. Überall dort, wo sich Sachen anstauen, kann Lebensenergie nicht mehr frei fließen.

Und das wird niemals deine Absicht sein, wenn du etwas schenkst. Also müssen wir uns Stategien überlegen, sowohl, wenn wir schenken, als auch, wenn wir beschenkt werden.

Strategien für gut gemeinte Geschenke

Die Konsequenz kann nur heißen: Trennt euch von allen Geschenken, die ihr nicht liebt. Niemand erwartet, dass eine verschenkte Vase bei jedem Besuch präsentiert wird. Oft wissen die Schenkenden irgendwann gar nicht mehr, was sie verschenkt haben.

Ich weiß, dass es leichter gesagt als getan ist mit den Geschenken, die du nicht brauchst. Mir geht es ganz häufig genauso. Doch versuche dich in die Situation des Schenkenden zu versetzen. Stell dir vor, zu dir sagt jemand: „Du, ich fand es großartig, dass du an mich gedacht hast und ich schätze es sehr, dass du mir ein Geschenk mitgebracht hast. Aber ganz ehrlich, die Vase noch nie so richtig gefallen.“ Wie würdest du reagieren? Wärst du eher beleidigt oder hättest du Verständnis? Ich habe für mich herausgefunden, dass ich es nie jemandem verübeln würde, wenn mir gesagt würde, dass ein Geschenk nicht so toll angekommen ist. Wahrscheinlich würde ich sowas sagen wie: „Ach, das ist doch gar nicht schlimm. Dann wirf es einfach weg.“ Denn im Nachhinein verliert das Geschenk für mich als Schenkende sehr schnell an Bedeutung – jedenfalls bei den gut gemeinten Geschenken, die ich auf die Schnelle besorgt habe. Es geht einzig und allein um den Augenblick des Schenkens.

Energieräuber vermeiden

Eine Strategie bei gut gemeinten Geschenken ist das Wegwerfen, eine andere das Vermeiden. In letztere Strategie lohnt es sich, Energie reinzustecken, sobald du in die Verlegenheit kommst, beschenkt zu werden: Weihnachten, Geburtstag, Einzug/Einweihung, Party. Überlege dir genau, worüber du dich freuen würdest und gib einfach kleine Tipps. Beispiele: „Anstelle von Geschenken freue ich mich, wenn du etwas Fingerfood zur Party beisteuerst.“ Erzähle, welche Art von Büchern du magst, welche Autoren, welche Musik du gern hörst, welche Pflanzen, die gern noch im Garten pflanzen würdest.

Und wenn du dann doch ein gut gemeintest Geschenk bekommst: Ehrlichkeit kommt am Weitesten. Meistens haben die Schenkenden noch den Kassenbon. Frag einfach, ob du nicht umtauschen kannst: „Ich freue mich total, dass du an mich gedacht hast. Ich lese den Autor des Buches nur leider nicht so gern. Meinst du, wir können das Buch umtauschen?“ Meist fällt es leichter, so etwas auszusprechen, wenn du dir überlegst, wie du darauf reagieren würdest.

Schenke Erinnerungen

Wenn du der Schenkende bist und nicht wieder in die Kategorie „gut gemeint“ greifen willst, musst auch du etwas Zeit investieren. Doch genau darum geht es ja beim  Schenken. Es geht darum, sich mit dem Beschenkten auseinanderzusetzen. Das ist die eigentliche Wertschätzung. Ein guter Tipp hierfür ist: gemeinsame Zeit zu schenken – also nicht nur den Gutschein für ein Event, sondern eine Aktion mit dir daran zu knüpfen. Ich erlebe immer häufiger, dass gar keine materiellen Güter mehr verschenkt werden – sondern Zeit und damit Erinnerungen.

Klar: Kinder, die im Kindergartenalter sind, packen gern noch aus, reißen mit Wonne das Geschenkpapier auf und freuen sich überschwenglich über neues Spielzeugt. Ab dem Schulalter sind sie jedoch auch für Zeitgeschenke sehr aufgeschlossen und freuen sich darüber mindestens genauso – die Erfahrung habe ich zumindest gemacht.

Tipps für Geschenke, die glücklich machen

Als kleine Anregung kommt hier meine persönliche Hitliste von Geschenken, die keine Wohnung vollstauben, sondern statt dessen ein glückliches Lächeln zaubern:

  1. Gemeinsam essen gehen im Lieblingsrestaurant.
  2. Selbstgemachtes: Marmelade, Pralinen, Kuchen, Bowle etc.
  3. Spende zugunsten einer Organisation, die dem Beschenkten am Herz liegt.
  4. Organisiere unter den Gästen einer Party einen Flashmob.
  5. Statt einem Blumenstrauß: ein Körbchen Küchenkräuter im Topf.
  6. Edles Salz oder guter Pfeffer: Schön verpackt, kommt das gut an, weil das jeder braucht, der seine Küche nutzt.
  7. Engagiere dich als Partyfotograf und stelle ein Fotobuch für den Gastgeber zusammen.
  8. Einladen zu einem Abend in eine Weinbar oder zu einer Weinverkostung.
  9. Gemeinsam Singen gehen. In vielen Orten werden inzwischen Singabende in Kneipen angeboten.
  10. Für Kinder: Ausflug auf einen besonderen Spielplatz, Schnupperstunde beim Reiten, Klettern oder wofür sich das Kind sonst begeistert.
  11. Für den größeren Geldbeutel: Erlebnisgutschein (Heißluftballon, Städte-Trip, Hochseilgarten & Co.).
  12. Für Männer: Männerabend im Spielwarenladen (Ich habe letztens gehört, dass es das in einem Bonner Spielwarenladen gibt und mega ankommt).
  13. Sofern du sicher sein kannst, dass die/der Beschenkte sich nicht auf den Schlips getreten fühlt: Eine Stil-, Schmink-, Imageberatung.
  14. Und zu guter Letzt ein Tipp in eigener Sache: Einen Feng Shui Gutschein.

Mein Angebot im Februar: Die ersten fünf Interessenten, die sich bis zum 28. Februar 2017 melden, erhalten den Gutschein für eine Feng Shui Beratung für ein Zimmer für 149 Euro statt 180 Euro. Wenn du das Formular auf meiner Gutschein-Seite ausfüllst, schreibe dazu einfach „Geschenke im Februar“ in das Kommentarfeld.

Ich habe übrigens mal eine Feng Shui Stadt-Führung für eine Gruppe von Freundinnen gemacht. Das war sehr lustig, weil die Frauen so einen tollen Nachmittag zusammen verbringen konnten. Unterwegs gab es schon Sekt und anschließend sind sie noch in ein Café gegangen. Sicherlich für die Beschenkte ein unvergessliches Geschenk!

Wenn du noch mehr Ideen brauchst, schau mal auf die Seite Geschenkenetz.com von Frank Schmidt. Hier gibt es jede Menge Ideen für ausgefallene Geschenke.

In diesem Sinne: Schenke und lebe energiereich.

Steffi

 

Foto: pixabay

3 Gedanken zu “Wenn Geschenke zum Energieräuber werden

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