So startet ihr mit chinesischer Kalligraphie

Die fünf Elemente (kalligraphiert)

Die fünf Elemente (kalligraphiert)

Ich habe heute mal wieder einen Selbsttest gemacht und meine ersten Gehversuche mit chinesischer Kalligraphie gewagt. Unterrichtet hat mich meine liebe Bekannte Astrid Heisig, die lange Zeit in China und Taiwan studiert und gelebt hat und heute als Bildungshelferin für Afrika unterwegs ist. Danke für die tolle Einführung, Astrid!

Da ich als Feng Shui Praktikerin auch eine ganze Reihe chinesischer Schriftzeichen beherrschen muss, war es für mich jetzt der nächste Schritt, diese auch „in schön“ schreiben zu können. Ich hatte ja keine Ahnung, dass das soooo anstrengend ist.

Chinesische Kalligraphie ist eine wirklich hohe Kunst und die Meister üben Jahre über Jahre, bis sie die Schriftzeichen so beherrschen, wie ihr Lehrmeister. Erst wenn sie ihn perfekt kopieren können, ist es ihnen erlaubt, einen eigenen Stil zu entwickeln. Soviel zur Tradition. Diesen Anspruch habe ich natürlich nicht. Und mein westliches, ungeübtes Auge sieht leider noch nicht die Feinheiten an einem kunstvollen Schriftzeichen. Aber ich hoffe, dass ich eines Tages auch die fünf Elemente und die 12 Tiere aus der chinesischen Astrologie schreiben kann.

Kalligraphieversuche

Kalligraphieversuche

Heute habe ich gestartet mit den drei Zeichen für Mensch, Sonne und hell/erleuchtet (das sich wiederum aus den Zeichen für Sonne und Mond zusammensetzt). Damit ich schon eine Reihe der wichtigsten Striche in der Kalligraphie geübt.

Wenn ihr selber mal chinesisch kalligraphieren möchtet, könnt ihr eigentlich ganz einfach starten. Wer es nur mal austesten möchte, kann das auch ohne Lehrer tun. Aber um die Details zu erfahren, auf die ihr achten müsst, ist ein Einführungskurs eigentlich unumgänglich.

Das braucht ihr für chinesische Kalligraphie

Der Kalligraph hat vier wichtige Arbeitsmittel:

  • Tusche
  • Reibstein
  • Pinsel
  • Papier

Ihr bekommt die Utensilien im Künstlerfachmarkt, zum Beispiel bei Boesner. Original chinesische Tusche besteht aus Russ und ist fest. (Wer mehr zur Zusammensetzung lesen will, findet im Polytechnischen Journal einen interessanten Beitrag). Sie muss mit Wasser auf dem Reibstein erst angerieben werden. Da diese Prozedur – wie ich hörte – bis zu einer Stunde dauern kann und auch eine Form von Meditation ist, startet ruhig wie ich mit fertiger, flüssiger Tusche – das ist zwar nicht stilecht, aber zum Ausprobieren einfacher.

Auf dem Reibstein wird traditionell die Tusche angerieben. wenn ihr fertige Tusche verwendet, könnt ihr diese aber auch hierauf gießen (wenig!) und den Pinsel darin mit Farbe füllen und abstreichen. Die Pinsel sollten chinesische Kalligraphiepinsel sein, am besten eine mittlere Größe. Das Kalligraphie-Papier gibt es auf Rollen, ihr könnt aber auch handgeschöpftes, hochwertiges Papier nutzen.

Was ihr auch unbedingt braucht, ist eine saugfähige, weiche Schreibunterlage, z.B. aus Filz – sonst saut ihr euch erstens den Tisch ein und zweitens braucht ihr das für eine angenehme Pinselführung.

Geheimtipp zum Üben

Da das Papier auf Dauer teuer ist und zum Üben viel davon gebraucht wird, gibt es zwei tolle Alternativen zum Testen:

  1. Auf alten Zeitungen schreiben (mind. drei Monate alt).
  2. Sogenanntes „Magic Paper“ für Kalligraphie nutzen. Das bekommt ihr im Internet. Es handelt sich um einen Stoff, der sich bei Wasserkontakt an den entsprechenden Stellen (i.d.R. schwarz) verfärbt. Sobald die Stelle getrocknet ist, ist alles wieder weg.  Wie das funktioniert, könnt ihr euch hier bei Youtube ansehen. Auf dem Magic Paper übt ihr nur mit Pinsel und Wasser. Da könnt ihr euch die ganze Tusche-Arie erstmal sparen 🙂

Los geht’s

Wer jetzt starten will, muss einiges Beachten, was die Körperposition angeht, Pinselhaltung und die Art und Weise, wie bestimmte Striche zu kalligraphieren sind. Wer mal reinschnuppern möchte, findet bei Youtube einen kompletten Onlinekurs in chinesischer Kalligraphie, angefangen mit der Geschichte.

Und nun dürft ihr mit mir üben, üben, üben und Vorsicht vor schwarzen Fingern 😉

Ich wünsche euch energiereiches Kalligraphieren,
Steffi

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