Der unglückliche Buddha und eine Checkliste für euren Buddha

Eingesperrter Buddha_Bildquelle_SteffiKrollIch war kürzlich in Berlin und wurde am Eingang des Hotels direkt von einem Buddha begrüßt. Was sich zuerst anhören könnte wie: „Wow, genau das richtige Hotel für mich“, hat bei mir eher Kopfschütteln ausgelöst. Und das aus den folgenden Gründen:

  • Der Buddha war im Schaufenster einer Drehtür platziert und bewegte sich ständig.
  • Das gleiche Arrangement befand sich direkt gegenüber an der Rückseite des Hotels.

Warum der Buddha nicht in eine Drehtür gehört

Ein Buddha repräsentiert (unter anderem) Ruhe und Meditation. Er wird der Yin-Energie zugeordnet. Bei Gebäuden sollte Yin immer an der Rückseite sein. Sie steht für Schutz im Rücken. Ist der Rücken ungeschützt, kann sich das auf Gesundheit oder das Vermögen Geld zu halten auswirken.

An der Tür sollte die Energie eine Yang-Qualität haben. Yang bringt Bewegung, sorgt für Perspektiven im Leben und bringt somit auch Geld mit. Positioniert ihr nun eine Symbolik im Eingang, die für Rückzug und Ruhe steht, verschlechtert ihr damit die Energiequalität an der Tür. Das ist in etwa das Gleiche, als wolltet ihr es im Juli schneien lassen. Was der Frost und Schnee im Sommer mit der Natur anstellen würde, könnt ihr euch vorstellen.

Yin und Yang

Yin und Yang sind die beiden gegensätzlichen Energien, wobei die eine nicht ohne die andere bestehen kann. Und sie sind nicht absolut, sondern veränderlich – je nachdem, worauf sie sich beziehen. Da vielen die Zuordnung der Begriffspaare nicht leicht fällt, möchte ich hier mal einige Beispiele aufführen, die es euch vielleicht leichter machen. Zuerst wird immer Yin genannt, als zweites kommt Yang.

  • Yin – Yang
  • dunkel – hell
  • Schatten – Licht
  • Nacht – Tag
  • Winter – Sommer
  • Tal – Berg
  • Alter – Kindheit
  • kühl – warm
  • ruhig – laut
  • Rückseite des Hauses – Eingang des Hauses

Respect your Buddha

Das nächste Thema mit diesem unglücklichen Buddha ist der Respekt. Zum einen ist er eingesperrt, er ist in Bewegung und dreht zumindest der Hälfte der Gäste, die durch diese Tür gehen, den Rücken zu. Auch ihr würdet zum Meditieren kein Karussell wählen und auch keinen Ort, an dem ständig hinter euch Bewegung ist.

Insgesamt ignorieren insbesondere Schaufenster-Dekorateure gern, woran uns Buddha-Figuren erinnern soll. Stellt euch mal vor, ihr kommt nach Thailand und findet in allen Schaufenstern Kruzifixe hängen: als DEKO!!! Wer einen Buddha in seinen Laden setzt, sollte dies bewusst tun und nicht, um auf einer Trendwelle mitzuschwimmen.

Dass der Buddha im beschriebenen Fall gleich doppelt an Eingang und Rückseite platziert wurde, macht es für Besucher schwer zu unterscheiden, wo ist Vorder- und wo Rückseite des Hotels. Aus Sicht des Hotels mag es auf den ersten Blick gut sein, so viele Eingänge wie möglich zu haben, um von allen Seiten einen Besucherstrom zu haben. Aber ganz ehrlich: Dieses Hotel war ein Taubenschlag. Ich habe mich total unwohl dort gefühlt. Der ständige Besucherstrom hat für extreme Unruhe in der Lobby gesorgt. Länger als nötig will man in diesem Hotel nicht bleiben. Hier kommt zwar viel Energie (in Form von Gästen) rein, aber sie geht auch sehr schnell wieder raus. Das liegt zum einen daran, dass sich Eingang und Ausgang direkt gegenüber lagen. Im Feng Shui sprechen wir von einem Qi-Durchschuss. Die Energie kann nicht gehalten werden. Zum anderen gab es keine klare Rückseite und der Energiefluss wird auch noch durch einen falsch positionierten Buddha gestört. Ruhe kann hier nicht einkehren und das macht es auch für Gäste schwer, nach einem anstrengenden Business- oder Sightseeing-Tag zur Ruhe zu kommen.

Checkliste: Buddha richtig platzieren

Und damit euch nicht so ein Faux-pas passiert, kommt hier meine Checkliste, mit der ihr den besten Platz für euren Buddha findet. Ich hatte schon einmal einen Beitrag zur Buddha Platzierung geschrieben und auch im Blogbeitrag von Christiane Witt findet ihr tolle Tipps zur Wahl und Platzierung eures Buddha. Wenn ihr die beherzigt, kann der Buddha seine volle Kraft am richtigen Platz entfalten.

  • Der Buddha gehört an einen Yin-Platz. (In meinen Beratungen messe ich das mit dem Kompass exakt ein).
  • Der Buddha braucht eine ruhige Situation.
  • Der Buddha braucht einen geschützten Rücken (wie wir Menschen auch).
  • Der Buddha sollte erhöht sitzen, mindestens auf Augenhöhe.
  • Sitzt der Buddha draußen, zum Beispiel im Garten, braucht er ein Dach, um vor Wind und Wetter geschützt zu sein.
  • Platziert nur einen einzigen Buddha, das ist kraftvoller und lenkt die volle Aufmerksamkeit auf diesen einen Buddha.
  • Buddhas gehören nicht ins Schlafzimmer und auch nicht in die Toilette (hier geht Energie raus!).
  • Bevorzugt handgearbeitete Buddhas! Stein ist als Material kraftvoller als Holz.
  • Inszenierung: Stellt gern Teelichte, Räucherstäbchen, Blumen oder Obst zu eurem Buddha. Gern könnt ihr ihn auch mit Lichtakzenten in Szene setzen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine energiereiche Zeit!

Steffi

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