Meditation im Museum: Buddha. 108 Begegnungen in Frankfurt

Bild: Steffi Kroll

Bild: Steffi Kroll

Ich habe am Wochenende ganz spontan die Buddha-Ausstellung in Frankfurt am Main besucht, weil ich gerade in der Nähe war. Und ich bin immer noch ganz begeistert. Darum wollte ich euch diesen Museumsbesuch unbedingt ans Herz legen. Die Ausstellung heißt „Buddha. 108 Begegnungen“ und ist noch bis 7. Juni im Museum angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen. Wenn ihr in oder um Frankfurt wohnt oder in nächster Zeit hier unterwegs seid, solltet ihr unbedingt 2-3 Stunden hierfür einplanen. Es lohnt sich wirklich.

Was gibt es zu sehen?

Insgesamt umfasst die Ausstellung 108 Exponate. Dass es ausgerechnet 108 sind, hat natürlich auch einen Grund: Buddha musste auf seinem Weg zur Erleuchtung 108 Versuchungen widerstehen. In der Ausstellung seht ihr aber nicht nur Buddhas (der älteste etwa 2.000 Jahre alt), sondern erfahrt auch, was der Unterschied eines Buddha zu einem Bodhissattva und einem Avalokiteshvara ist. Letzteren Namen hatte ich übrigens vorher auch noch nie gehört. Außerdem gibt es Stupas und Wandmalereien und -teppiche mit Buddhas zu sehen. Unbedingt gönnen solltet ihr euch aber eine Führung. Die ist kostenfrei im Eintrittspreis einbegriffen. Ich habe dabei gelernt, was die unterschiedlichen Handpositionen (Mudras) bedeuten, warum der Buddha manchmal sitzt, steht, liegt oder aufsteht, was einen Buddha aus China von einem aus der Gandhara-Region unterscheidet.

Ruhe vor dem Besuchersturm

Aber neben der Führung nehmt euch ein wenig Zeit, um die Buddhas auf euch wirken zu lassen, am besten vorher. Nach der Führung hat mir der Kopf von den vielen neuen Infos gebrummt. Ich war schon vorher am Sonntag kurz nach Museumsöffnung im Haus und hatte die Ausstellung zumindest kurzzeitig fast für mich allein. Das lohnte sich besonders, weil es auch einen kleinen Meditationsraum gibt, in dem ihr ganz nebenbei erfahrt, was einen Buddha-Altar ausmacht. Aber auch die Betrachtung der einzelnen Buddhas allein bietet Raum für eine Mini-Meditation.

Ausstellungsbesuch

Das Museum angewandte Kunst befindet sich in der Frankfurter Museumsmeile am Schaumainkai und ist gut mit dem Auto zu erreichen. Hinter dem Museum in der Metzlerstraße gibt es einen Parkplatz, kostet etwa 1 Euro pro angefangene Stunde. Der Eintritt in die Ausstellung inklusive Führung hat 9 Euro gekostet, die sie aber auf jeden Fall wert ist. Der Katalog zur Ausstellung ist ein echt dicker Wälzer für 39 Euro. Mir war er schlicht zu groß, sonst hätte ich ihn sicher gern mitgenommen.

Und Feng Shui?

Einziger Wermutstropfen war für mich ein sehr schöner Buddha, der direkt im Foyer vor der Ausstellung postiert war, mitten im Qi-Durchschuss, ein riesiges Fenster im Rücken – also völlig ungeschützt. So sollte Buddha nicht sitzen. Ein Buddha ist eine Figur, die für Ruhe, Einkehr, Meditation steht und braucht eine Yin-Energie (also ruhig, leise, eher dunkel) und vor allem Schutz im Rücken. Wer mehr wissen will, wie und wo ein Buddha sitzen sollte, hier könnt ihr meinen Blogbeitrag dazu noch mal nachlesen.

Spannend ist aber auch, die Räume mit den Buddhas energetisch wahrzunehmen. Wer hier sehr feinfühlig ist, wird immense Unterschiede feststellen. Jeder Raum fühlt sich anders an, je nachdem welche Buddhas hier stehen, welche Farbe die Räume haben und vielleicht auch, welche Geschichte ein Buddha mitbringt.

So, ich hoffe, ich habe euch neugierig gemacht und darum: Nix wie rein ins Museum. Die Chance habt ihr nur noch bis zum 7. Juni.

Ich wünsche euch eine energiereiche Woche!

Steffi

2 Gedanken zu “Meditation im Museum: Buddha. 108 Begegnungen in Frankfurt

  1. Christiane Witt schreibt:

    Liebe Steffi,
    jetzt wohne ich schon ganz in der Nähe und wusste nicht einmal etwas von der Ausstellung. Vielen Dank für den Tipp. Da gehe ich auf jeden Fall noch rechtzeitig hin.
    Liebe Grüße
    Christiane

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