Warum Wasser nicht hinters Haus gehört

Nach kurzer Blog-Pause habe ich eine kleine Inspiration von der Insel Borkum mitgebracht. Der Bau einer Sandburg erschien mir als schönes Bild dafür, die Macht des Wassers zu erklären. Ich hatte schon mal einen Beitrag über das Element Wasser geschrieben. Offensichtlich zieht es mich magisch an 😉

Fünf Elemente Zyklus

Wasser ist das stärkste der fünf Elemente in der daoistischen Weltanschauung, die auch dem Feng Shui zugrunde liegt. Die fünf Elemente Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz stehen in verschiedenen Verhältnissen zueinander. Entweder nähren sie sich, zehren vom vorhergehenden oder kontrollieren (clashen) sich gegenseitig.

Fünf Elemente

Wasser als stärkstes Element

Wasser nimmt dabei eine besondere Position ein, weil es als einziges Element nicht wirklich klein zu kriegen ist. Während Feuer Holz bis zur Asche verbrennt und Metall schmilzt; Metall Holz so weit zerkleinern kann, dass keine Aktivität mehr davon ausgeht; Holz wiederum entzieht der Erde im Übermaß alle Nährstoffe. Wasser dagegen kann von den anderen Elementen nur vorübergehend „eingedämmt“ werden. Erde schafft es nur insofern Wasser zu kontrollieren, als sie beispielsweise Wasseradern führt und Flüsse mit dem Ufer begrenzt. Mauern – beispielsweise an Talsperren – halten Wasser in Reservoirs fest. Doch auch das alles ist nur bedingt haltbar. Die Menge und die Zeit spielen dem Wasser in die Hände. Wasser hat soviel Yang-Energie in sich, dass es selbst den festesten Stein mit der Zeit abträgt. Je größer die Menge, desto schneller geht dieser Prozess. Wasser bringt Staudämme zum brechen, tritt über alle Ufer und lässt Inseln versinken.

Ein stabiler Rücken ist Yin

Das ist der Grund, warum wir im Feng Shui kein Wasser im Rücken (von Häusern) haben wollen. Die Rückseite eines Hauses sollte vergleichbar mit dem Rücken eines Armlehnstuhls sein – ruhig, schützend, stabil – Yin-betont. Wasser ist nicht stabil und auch nicht ruhig. Selbst scheinbar ruhiges Wasser trägt eine starke Energie in sich, so dass es nicht als Schutz dienen kann.

An der Sandburg, die ich auf Borkum gebaut und dann eine Weile beobachtet habe, lässt sich die Kraft von Wasser sehr gut beobachten. Sie erklärt sinnbildlich, warum Wasser im Rücken eher nachteilig ist. Die Flut hat die Burg nicht nur auf der dem Wasser zugewandten Seite abgetragen, sondern auch auf der Rückseite. Besser wäre es gewesen, dem Wasser den Zugang zum Rücken zu versperren. Dann hätte sich die Burg länger gehalten.

Wenn Häuser Wasser auf der Rückseite haben

Was bedeutet das für unser Leben? Im Feng Shui gehen wir davon aus, dass Energie von außen nach innen wirkt. Die Landschaft versorgt das Haus, das Haus versorgt energetisch seine Bewohner. Wie im Außen, so im Innen. Herrschen außen im Rücken unsichere Zustände, überträgt sich das auf die Bewohner. Das passiert sicher nicht abrupt, kann aber als Dauerzustand zum Beispiel gesundheitliche Auswirkungen haben. Wenn wir sowohl von vorn als auch von hinten nur Yang-Energie erhalten, wird das für uns irgendwann anstrengend.

Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich die historische Entwicklung von Wasserburgen vergleichen. Ich fände es interessant, wie gut sich Herrscherhäuser gehalten haben, die in Wasserburgen zu Hause waren im Vergleich zu denen, deren Burgen mit stabilen Bergen im Rücken gebaut wurden.

So, jetzt mal schnell in euren Garten hinter dem Haus geschaut: Wie viel Yang habt ihr im Rücken?

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