Lebensgeschichten: Der Apfelbaum, der niemals Äpfel trug

Reiche ApfelernteEs waren einmal ein Mann und seine Frau, die lebten schon lange in einem Haus mit einem großen Garten. Als sie mit ihren Kindern in das Haus mit dem Garten einzogen, pflanzten sie auf einer Wiese einige Apfelbäume. Schon nach wenigen Jahren hatten diese eine ansehnliche Größe erreicht. Einer der Bäume – eine Gravensteiner – grenzte genau an die Terrasse, auf der im Sommer immer Limonade, Kaffee und Kuchen serviert wurden. Er spendete herrlichen Schatten. Doch er trug keine Äpfel. Die Kinder des Paares wuchsen hier auf und spielten im Schatten des Baumes, doch auch als sie groß waren, trug er noch keine Äpfel. Dann kamen Enkel. Sie alle spielten im Schatten fangen, planschten mit Wasser und kletterten -wenn die Großeltern es nicht bemerkten – in die Äste des großen Gravensteiners. Doch auch sie aßen niemals einen einzigen Apfel des Baumes. Dann freute sich das Ehepaar sogar über die ersten Urenkelchen. Sie liebten die Apfelwiese genauso wie schon ihre Eltern und Großeltern. Doch auch da trug der Baum keine Äpfel.

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Mein Apfelkorb ist fast leer. Foto: Steffi Kroll

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Der Gravensteiner gehört zu den alten Apfelsorten. Lecker! Foto: Steffi Kroll

Als der Baum beinahe 45 Jahre alt war, sagte der Mann, als er nach dem Winter mit seiner Frau den Garten begutachtete: „Frauchen, dieser Baum trägt niemals Äpfel. In diesem Jahr werde ich ihn fällen.“ Doch kaum kamen die ersten Sonnenstrahlen, blühte der Baum ein erstes Mal. In dem Jahr erntete das Paar ein paar wenige Gravensteiner Äpfel. Ein Jahr später trug der Baum so viele Äpfel, dass der Mann und seine Frau nicht wussten, wohin damit. Und so erhielten alle Kinder Körbe voller Äpfel. Es wurde Apfelsaft gepresst, Apfelkuchen gebacken und Apfelmus gekocht. Und als noch immer was übrig war, erhielten auch die Enkel Körbe voll mit Äpfeln. Und sie teilten diese mit ihren Kindern, den Urenkeln. Doch noch immer war der Baum voller Äpfel. An die oberen Zweige gelangte niemand ran, selbst mit einer Leiter nicht. Es war, als wollte der Baum die Familie für all die apfellosen Jahre entschädigen.

***

Wenn der Apfelbaum nicht im Garten meiner Großeltern stehen würde, hätte ich diese Geschichte wohl nicht geglaubt. Aber so war es tatsächlich. Der Apfelbaum hat nach über 45 Jahre das allererste Mal Äpfel getragen. Es ist ein fantastisches Lebensrätsel. Wir alle stellen uns die Frage, was wohl dazu geführt haben mag. Wir haben sogar geprüft, ob vielleicht einer der Nachbarn einen Apfelbaum gepflanzt hat – manche Sorten brauchen ja Kreuzbestäuber. Aber das ist nicht der Fall. Ich würde so gern wissen, was passiert ist. Stand der Baum unter geomantischem Einfluss? Ich habe gelesen, dass Apfelbäume zu den „Strahlenflüchtern“ gehören. Damit kenne ich mich aber leider nicht aus.

Habt ihr schon mal von einer ähnlichen Geschichte gehört oder wisst ihr eine Erklärung für das Phänomen? Ich bin sehr gespannt.

Grüße aus meinem Energiereich Home Office

Steffi

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